Keith Moon

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Keith Moon

Wie viele Schlagzeuge Keith Moon während seiner knapp 24 jährigen Karriere als Mitglied der Who zerlegt hat, ist nicht überliefert. Doch die Legende über seinen Einstieg bei den Who im Sommer 1964 sagt, dass seine erste Schlagzeugzerstörung seine Eintrittskarte in die Band gewesen sei. Damals nämlich soll "Moon The Loon", wie er genannt wurde, betrunken zu einem Auftritt der High Numbers im Oldfield Hotel in Greenford gekommen sein und während des Vorspielens das Schlagzeug zerlegt haben - es sollte nicht das letzte gewesen sein.

Keith Moon wurde am 23. August 1947 in Wembley geboren. Er war der Sohn eines KFZ-Mechanikers und begann seine musikalische Karriere bei den Beachcombers, einer Band, die den Surf-Sound der 1960er Jahre imitierte. Moons fulminantes und für die damalige Zeit einmalige Spiel prägte den Sound des Quartetts maßgeblich, und zweifelsfrei zählte er während seiner kreativsten Phase zwischen 1969 und 1971 zu den interessanten und besten Dummern der Musikszene.

Dass er viel von seiner Brillianz verlor, lag unter anderem an seinem ausschweifenden Lebenstil. Zerstörte Hotelzimmer, in Pools geparkte Limousinen sowie Alkoholexzesse ließen ihn zu einem nur noch durchschnittlichen Drummer werden. Vergleicht man sein Schlagzeugspiel auf "Who's Next" mit seinen letzten Live-Auftritten oder seinem eher langweiligen Spiel auf "Who Are You", dann wird deutlich, welch negative Entwicklung Keith in nur sieben Jahren genommen hatte. Auf seiner einzigen Solo-Scheibe "Two Sides Of The Moon" spielt er selbst nur bei zwei Stücken Schlagzeug. Kein Wunder, dass die Platte außer einem charmanten Spaßfaktor nichts zu bieten hat und lediglich als Abgesang auf einen der größten Schlagzeuger der Musikgeschichte zu werten ist.

Unvergessen ist aber nicht nur Keiths brilliantes musikalische Können in seinen jungen Jahren, sondern auch seine Auftritte in Filmen wie "Tommy", "That'll Be The Day" oder "Stardust".

Keith Moon starb am 7. September 1978. Nach der Premierenfeier zur Buddy Holly Story im Londoner Covent Garden mit Paul McCartney fand ihn seine Verlobte Annette Walter-Lax nachmittags tot in seinem Bett liegen.

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