In Kreisen von Who-Fans regt sich Protest, doch Pete und Roger haben sich entschieden: Die Tour der Who durch die USA wird trotz des Todes von John Entwistle statt finden. Wie die amerikanische Nachrichtenagentur Reuters meldet, wird der Auftakt als Tribut für John am Montag in Los Angeles sein. Statt Entwistle wird der Brite Pino Palladino mit den Who auf Tour gehen. Die ausgefallenen Konzerte in Las Vegas und Irvine sollen nachgeholt werden.

Unterdessen hat der Tod John Entwistles zu weltweiter Bestürzung in Musikerkreisen geführt. Bill Wyman, Bassist der Rolling Stones, bezeichnete Entwistle als "einzigartig und unersetzbar". John sei ein großartiger Freund über viele Jahre hinweg gewesen: "Der ruhigste Mann im Privaten, aber der lauteste auf der Bühne." Kein Wunder, dass Roger Gott empfahl, Ohrenschützer griffbereit zu haben.

Die Entscheidung weiter zu machen, ist nach Recherchen von Reuters Townshend und Daltrey nicht leicht gefallen. Beide seien am Boden zerstört gewesen. Der nun eingeschlagene Weg, die Tour aber dennoch zu starten, sei mit voller Unterstützung der Familie Johns gefallen. Christopher Entwistle, Johns 30jähriger Sohn aus erster Ehe, fügte hinzu, sein Vater habe für die Musik gelebt und in der Musik der Who werde er immer weiterleben.

In einer persönlichen Erklärung teilte Roger Daltrey mit, er gehe auf Tour, um Johns Leben zu feiern und zu würdigen. "It seems to me the best way is to play our music - the music he helped to create."

Unterdessen ist die Todesursache John Entwistles noch nicht endgültig geklärt. In Las Vegas hieß es am Freitag Abend, es gebe keine Anzeichen für Gewalt oder Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Die Autopsie war am frühen Samstag Morgen deutscher Zeit noch nicht abgeschlossen.